Dieses Jahr feiert
Karlsruhe 300. Stadtgeburtstag
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Im Dialog mit dem Schloss: Der Pavillon soll in direkten Dialog mit dem Schlossgebäude treten. Dazu schiebt sich beispielsweise die Holzstruktur respektvoll und zugleich selbstbewusst vom Schlossteich aus gesehen in die Blickachse. So nehmen die beiden Bauwerke über ihre 300 Jahre Distanz hinweg vielfältige und spannungsvolle und teilweise kontrastreiche Beziehungen in Höhe, Gliederung, Oberfläche und Materialität auf und stärken sich gegenseitig in ihrem eigenen Charakter.

Ein neuer Blick auf den alten Park: Der Pavillon besteht aus einer erdgeschossigen und darüber drei über eine geschlossene Wegführung zugänglichen Ebenen, wobei die obersten beiden Ebenen ausschließlich als Aussichtsplattformen dienen. Der Pavillon soll auch außerhalb der Veranstaltungs- und Öffnungszeiten eine Attraktion für die Parkbesucher bieten und einen ungewohnten, auch für Karlsruher Bürger neuen Blick auf die umgebende Parklandschaft ermöglichen.

Fließender Übergang zwischen Innen und Außen: Die Struktur aus Kanthölzern und Podestebenen verschränkt sich eng mit dem Außenraum des Schlossparks und erhält ihre Prägung durch den fließenden Übergang zwischen Innen und Außen, der, trotz des baulich-temporären Charakters, für eine gute Einbindung in die Parkanlage sorgt.

Holzkonstruktion aus Fichten-Brettschichtholz: Die tragenden Teile des Pavillons werden als Holzkonstruktion mit Fichten-Brettschichtholz (BSH) in Stab- und Plattenformaten, gehobelt, in Sichtqualität hergestellt. Einzelne Stäbe mit Standardprofilquerschnittmaß (ca. 40/20cm) werden in Form von horizontalen Trägern als Gitterraster und als Stützen mit unterschiedlichen Neigungswinkeln eingesetzt. Verbindungen werden mit gelenkigen Knoten und Schraubbolzen ausgeführt. Die Aussteifung erfolgt über gezielt eingesetzte verzinkte Stahl-Zugdiagonalen und Plattenwände.

Erdschraubfundamente als Standbasis: Als Standbasis der Struktur dienen an den Fußpunkten der Stützen eingesetzte Erdschraubfundamente, die mit minimalem Eingriff in den Bodenaufbau eingesetzt und wieder entfernt werden können. Außer im Bereich der befestigten, wassergebundenen Decke (auf Geotextil) zur Erschließung des Pavillons, wo die Grasnarbe aufgenommen wird, findet kein wesentlicher Bodenabtrag statt.

Folien-Membrane als Wetterschutz für Dach und Fassade: Die Dachabdichtung und die seitlichen Raumabschlüsse als Wetterschutz werden mittels öffenbarer, textilverstärkter, teilweise transluzenter Planen (PVC-beschichtetes Polyestergewebe als Bau-Membrane) hergestellt.

Die seitlichen Raumabschlüsse (Fassade) werden mittels textilverstärkter, teilweise transluzenter Planen (PVC-beschichtetes Polyestergewebe als Bau-Membrane, schwerentflammbar) hergestellt. Diese werden teilweise mit einfarbiger Grafik in Richtung der Stützenneigung bedruckt, um diese Wirkung mit dem Schattenspiel der geneigten Stützen ineinander fließen zu lassen. Die Wände der festen und abschließbaren Räume bestehen aus Fichten-Dreischichtplatten.

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