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Die Köpfe hinter dem Pavillon

Der Entwurf: Star-Architekten von J. MAYER H.

Kultur und Badekultur – das sind Jürgen Herrmann Mayers erste Erinnerungen an Karlsruhe. Von Stuttgart aus ist er als junger Mann oft in die Fächerstadt gefahren, besuchte Ausstellungen und Baggerseen. Auch die Weinbrenner-Gebäude faszinierten ihn.

Er studierte Architektur, gründete in Berlin das Büro J. MAYER H. und realisierte bald Projekte auf der ganzen Welt. In Sevilla ließ er mit dem "Metropol Parasol" einen Pilz gen Himmel wachsen. In Tiflis warf er eine futuristische Schleife in die Landschaft. Sein Markenzeichen: die Vermischung von Architektur, Kunst und Design. Und so findet man seine Arbeiten nicht nur in Städten weltweit, sondern auch als Modell im New Yorker Museum of Modern Art. 2007 kehrte er zum ersten Mal nach Karlsruhe zurück – und schuf die lichtdurchflutete, gelb-grüne Mensa Moltke. Bei der Umsetzung arbeitete er damals, wie auch heute beim Pavillon, mit der Rubner Bau GmbH zusammen.

Vor ihrem ersten Entwurf für den Pavillon beschäftigte sich das Team um J. MAYER H. intensiv mit der Geschichte Karlsruhes und den räumlichen Gegebenheiten. Sie recherchierten, auch vor Ort, fertigten erste Skizzen an, verwarfen die schlechten und behielten die guten. Der strahlenförmige Stadtgrundriss, das ursprüngliche Holzschloss, der angrenzende Hardtwald und auch der Wandel des Schlossgartens vom absolutistischen zum bürgerlichen Erholungsort flossen schließlich in ihren Entwurf ein.

Der Pavillon wird direkt nach dem Festivalsommer wieder abgebaut und ist deshalb nur von kurzer Dauer. Gerade das findet Mayer spannend: „Man darf es nur für eine gewisse Zeit genießen und schon ist es vorbei. Dadurch gewinnt es an Attraktivität“, zeigt sich der Star-Architekt überzeugt.


Die Umsetzung: Holz-Experten von Rubner Bau

234 Kubikmeter Fichtenholz, bis zu 650 Kilogramm schwere Holzträger und keine Außenwände – die Umsetzung der Pläne von J. MAYER H. erfordert echte Spezialisten. Die Rubner Holzbau GmbH ist europaweit führend im Ingenieurholzbau und baut die größten Holzkuppeldächer Europas. Doch die 16 Meter hohe Holzstabkonstruktion des Pavillons stellt selbst sie vor Herausforderungen. Gemeinsam mit den Architekten loten die Ingenieure und Statiker die Grenzen des technisch Machbaren aus, wägen zwischen Schraubbolzen und Gelenk-Knoten ab und tüfteln an einem Fundament, das zugleich stabil und rückstandslos entfernbar ist.  


Baukonstruktion

Noch genauere Einblicke und detaillierte Informationen zur Konstruktion des Pavillons finden Sie hier >>